Wie du dich mit 4 Profi-Tipps optimal auf Dein Make-up vorbereitest

by | 22.02.2017 | Allgemein, Gut Aussehen

Schminkst Du Dich gerne? Ich meine so richtig mit Freude? Bist Du neugierig darauf, wie Du Dein Gesicht und somit Dein Wesen täglich anders in Szene setzen kannst? Und freust du dich auf den Moment, wenn Du in den Spiegel schaust und Dich so richtig schön findest? Oder denkst Du gerade: Simone ehem, wovon redest Du eigentlich?

Das Thema Make-up polarisiert.

Es gibt unzählige Meinungen und dennoch… meiner Erfahrung nach läuft es am Ende meist auf drei Hauptstandpunkte hinaus. Stell Dir vor, drei Freundinnen sitzen zusammen und plaudern. Nennen wir sie Anna, Claudia und Theresa. Jede gibt ihre Meinung zum Thema Make-up kund:

Anna:

Ich liebe Make-up und probiere gerne neue Farben und Techniken aus! Make-up ist mir wichtig, es fühlt sich für mich wie eine zweite Haut an und ich kann mein Gesicht damit je nach Stimmung und Anlass „kleiden“.

Claudia:

Ich würde ja schon gerne mal wissen, wie ich meinen Typ besser zur Geltung bringe. Ich weiß aber nicht genau wie, eigentlich trage ich immer nur ein bisschen Wimperntusche auf. Ich glaube, ich bin einfach nicht so begabt beim schminken.

Theresa:

Make-up? Tzzz, Mädels, das ist mir wirklich zu oberflächlich. Ich will doch keine Maske tragen und schon gar nicht aussehen, als wäre ich in den Farbtopf gefallen. Ich habe es nicht nötig mich anzumalen, natürlich und ungeschminkt gefalle ich mir einfach am besten.

Na, erkennst Du Dich in einer der Freundinnen wieder? Oder vielleicht auch ein bisschen in der einen UND in der anderen….Ich bin gespannt, schreib mir doch in den Kommentaren, ob Du Dich eher wie Anna, Claudia oder Theresa fühlst! Die Meinung der Freundinnen habe ich mir im Übrigen nicht ausgedacht. Es sind sinngemäße Kommentare, die ich im Laufe meiner Arbeit als Make-up Artist immer wieder von den unterschiedlichsten Frauen gehört habe.

Kein Make-up zu tragen kommuniziert eine Haltung. Make-up zu tragen ebenso.

Beides ist völlig in Ordnung. Es geht nicht um irgendeine Bewertung wie gut oder schlecht. Wenn Du Dich für Make-up entscheidest, dann spricht die Art Deines Make-up´s immer eine ganz eigene Sprache. Da kannst Du gar nichts gegen tun. Das passiert unterbewusst und landet bei den Personen, denen Du begegnest unvermeidbar in einer – wohlgemerkt deren – Schublade. Ob Du Dich davon beeinflussen lässt oder nicht, das bleibt Dir überlassen – ich persönlich halte es da mit dem Spruch: „What other people think of you, is none of your business“ – was frei übersetzt soviel heißt wie: Was andere von Dir denken, das geht Dich nichts an. Sprich: sollte Dir egal sein!
Dennoch finde ich es wichtig, dass Du weißt, welche Sprache Dein Make-up spricht, damit Du nicht in eine totale Fettnäpfchen-Situation hineingerätst. Und sehenden Auges lassen sich doch so manche Situationen besser aushalten…Zumindest kannst Du dann bewusst entscheiden, wie du dich schminkst – du weißt ja nun um die Wirkung.

Hier zwei Beispiele, aus dem Nähkästchen meiner Kundinnen (bevor sie zu mir kamen!).

Ausgangslage:
Nora, eine attraktive Frau Mitte 40 mit vollen Lippen, trägt täglich kräftigen, glänzenden roten Lippenstift bei der Arbeit. Sie arbeitet in einer gehobenen Position in einer reinen Männerdomäne. Damit sendet sie (ungewollt) sexuelle Signale aus.

Situation:
Sie erntet anzügliche und respektlose Bemerkungen und Blicke, zunehmend grenzwertig.

Lösung:
Nora liebt kräftige Lippenstifte. Davon wollte ich sie nicht abbringen, denn sie drückt damit eine ihrer Wesensseiten aus. Ein anderer Farbton, matt und einen Hauch weniger intensiv, setzt die richtigen Signale, ohne dass Nora auf Lippenstift verzichten muss.

Ausgangslage:
Natalia trägt gerne Wimperntusche. Sie ist Lehrerin in der 8. Klasse. Sie radelt eigentlich überall hin und somit auch zur Arbeit. Meist ist die Wimperntusche durch den Fahrtwind verlaufen.

Situation:
Dazu muss ich nicht viel sagen, oder? Schüler, die sich über Lehrer lustig machen, sind definitiv kein Spaß…

Lösung:
Wasserfeste Wimperntusche. As simple as it sounds!

Make-up ist Gott sei Dank immer noch Geschmackssache. Früher wurde z.B. empfohlen, das Augen Make-up dezent zu halten, wenn die Lippen stark geschminkt sind. Ganz ehrlich? Das sehe ich anders. Von pauschalen Empfehlungen halte ich gar nichts. Da ticke ich ähnlich wie Frau Maier.

Ein Make-up sollte zu Dir & zur jeweiligen Situation passen. That´s it!

Wenn Du diese zwei Punkte beachtest, kannst Du den unendlich großen Raum, den es dazwischen gibt, kreativ und ganz nach deinem Gusto füllen. Wenn Du nun Lust bekommen hast, den Pinsel zu schwingen und ein kleines Make-up auszuprobieren, dann habe ich 4 Profitipps für Dich BEVOR du startest!

1. Sei nett zu Deiner Haut

Die Basis für ein schönes Make-up ist eine gesunde, gepflegte Haut. Wenn Du nicht gerade im Theater arbeitest und mit Camouflage Make-up zugespachtelt wirst, dann hängt das Ergebnis Deines natürlichen Make-up´s unmittelbar mit Deinem Hautzustand zusammen. Deshalb ist es wichtig, sich zuerst um die passende Hautpflege zu kümmern und dann um das Thema Schminken. Abendliches Abschminken zählt übrigens auch dazu.

2. Wofür schminkst du Dich?

Frage dich immer, für welchen Anlass schminke ich mich? Welche Seite möchtest Du an Dir betonen, welche Wirkung möchtest Du hinterlassen? Ist es für´s Business, für ein Treffen mit Deiner Freundin oder für ein Konzert am Abend? So wie Du Deine Kleidung und Deine Accessoires wählst, so solltest Du auch Dein Make-up Deiner Stimmung und dem Anlass anpassen. Als einfache Faustregel gilt: Im Business eher dezent, beim Treffen mit der Freundin darfst Du gerne mutiger sein und experimentieren. Bei allen Abend Make-up´s kannst Du Deine extrovertierte Seite herausstellen und deutlich kräftiger schminken als am Tag: Warum?
Künstliches Licht schluckt schlichtweg sehr viel Farbe und es wäre doch äußerst schade, wenn Du Dir Mühe gegeben hast und Dein Make-up ist am Ende kaum sichtbar.

3. Einmal Spotlight bitte!

Die richtige Lichtquelle während des Schminkens entscheidet über das Endergebnis! Das Licht sollte im Idealfall von vorne kommen. Schminke Dich immer in dem Licht, in dem Du Dich mit Deinem Make-up auch aufhalten wirst. Falls Du diesen Tipp nicht beachtest, könnte es unangenehme Überraschungen geben…. Grundsätzlich gilt: Wenn Du den ganzen Tag im Office verbringst, schminke Dich Zuhause ebenfalls bei künstlichem Licht. Wenn Du draußen an der frischen Luft bist, dann schminke Dich bei Tageslicht. So vermeidest Du, dass Du über- oder unterschminkt bist.

4. Rosig oder Goldig?!

Schau Dich mal ganz genau im Spiegel an. Hast Du eher einen rosigen (kühlen) oder einen goldigen (warmen) Hautunterton? Das ist wichtig zu wissen, denn so kannst Du herausfinden, ob Dir kalte oder warme Farbtöne in puncto Make-up besser stehen. Es gibt eine ganz einfach Methode um das zu testen: Stelle Dich komplett ungeschminkt, mit freiem Blick auf Hals und Dekolleté ans Tageslicht. Falls Du getönte Haare hast, binde diese zurück, so dass Du den Ansatz sehen kannst. Jetzt kannst Du Dir entweder ein goldenes Tuch oder eine goldene Halskette um den Hals legen. Wie wirkt Deine Haut nun in Gesicht, Hals und Dekolleté? Sieht die Haut gesund und schön aus? Dann hast Du einen warmen Hautunterton. Sieht die Haut aschig, müde und fahl aus? Dann hast Du einen kühlen Hautunterton und kannst dies gleich noch einmal prüfen, indem Du ein silbernes Tuch um den Hals legst – oder eine silberne Kette anziehst.

Ich hoffe, dass Du Dich mit diesen Tipps sicherer fühlst, wenn Du Dich das nächste Mal schminkst. Wenn du Unterstützung brauchst, dann habe ich für Dich als Leserin des Wow-Blogs ein ganz besonderes Angebot vorbereitet: Deine Schminktipps à la carte

Alles Liebe, Deine Simone

Über Simone

Ich arbeite als Make-up- und Beauty-Spezialistin. Dabei zeige ich Frauen mittleren Alters, wie sie einerseits mit den Geheimnissen der Naturkosmetik und andererseits mit dem Zugang zu ihrer ureigenen Weisheit ihre innere Schönheit nach außen transportieren und unterstreichen können.

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