FRAU MAIERs Stil Mission: Tag 2

2. Dein Körper

Heute kümmern wir uns um Deine Figur, um Deinen Körper und wie Du ihn optimal in Szene setzt.

Schau Dir mein Video an oder lese Dir darunter den Text durch – je nachdem was Du lieber magst.

Bitte beachte: Die Inhalte des Videos sind weitestgehend deckungsgleich zum geschriebenen Wort.

Es gibt die Buchstaben A, O, X, H, Y, die einer besseren Veranschaulichung des weiblichen Körpers dienen und eine Orientierung sein können. Jede Figur ist einzigartig! Und diese Buchstaben sollen Dir nur eine optische Hilfe sein.

Für die Zusammenstellung Deiner perfekten Garderobe ist es notwendig, dass Du Deine Körperproportionen gut kennst und weißt, wie Du diese modisch ausgleichen kannst. Denn das lässt Dich wirklich gut aussehen. Also: Vergiss Kilos und Problemzonen, entspanne Dich und fang an, Deinen Körper mit anderen Augen zu sehen!

Manche Figuren sehen aus wie ein A oder ein H, andere ähneln einem X. Bei einem A sind die Schultern um einiges schmaler als die Hüfte. Eine H-Silhouette zeichnet sich durch die gerade Form dieses Buchstabens aus, bei einem optischen O ist der Rumpf stark ausgeprägt und in der Regel breiter als Schulter und Hüfte, auch in der seitlichen Ansicht geht der Bauch nach vorne raus. Das X ist in unseren Gefilden die beliebteste Figur: Schulterpartie und Hüfte sind gleich stark ausgeprägt, die Taille deutlich erkennbar. In arabischen Ländern ist die A-Silhouette am gefragtesten.

Kennst Du Deinen Körper und kannst Deine Figur denn wirklich einordnen? Die meisten haben eine Vorstellung, nicht selten liegen sie aber leider total daneben.

Es ist fundamental wichtig, Deinen Körper zu kennen, ihn richtig einzuschätzen. Denn nur, wenn Du Deine ganzen Vorteile kennst, kannst Du sie richtig in Szene setzen und Stellen, die Du nicht betonen möchtest, gekonnt kaschieren. Kennst Du Deine Figur, findest Du ganz leicht die richtige und zu Dir passende Kleidung. Und hier spreche ich im ersten Schritt vom Schnitt der Kleidungsstücke. Denn optimal gewählte Passformen können kaschieren, kompensieren und auch ein bisschen mogeln.

Erst neulich war ich wieder mit einer jungen Dame einkaufen, die eine Figur hatte, welche dem O- bzw. H-Typ am nächsten kam. Das bedeutet: Sie hatte vergleichsweise wenig Taille, war gerade gebaut und hatte eine stärkere Körpermitte. Mit dem passenden Kleid wandelte sich ihr Typ zu einem X – der klassischen, bei den Damen hierzulande sehr beliebten Sanduhr-Silhouette.

Die Mode bietet eine Vielfalt an optischen Tricks: Schnitte, Stoffe, Materialien, Farben, Muster und auch Accessoires helfen Dir dabei, Deine Proportionen auszugleichen. Das hat eine immens starke Gesamtwirkung auf Dein Aussehen. Ich verspreche Dir: mehr als jede Cellulite-Behandlung oder jedes Kilo, das Du vorhast abzunehmen und dann doch nicht tust.

Die erste Herausforderung für viele Frauen ist, zunächst einmal herauszufinden, was für eine Figur sie haben.

Du wirst heute als Erstes lernen, wie Du Deine Figur kennen und einschätzen kannst. Ich verrate Dir, wie Du Deine Figur optimal inszenierst, so dass Du ganz genau weißt, wie Du künftig noch besser aussehen kannst und wie Du gekonnt betonst und kaschierst. Ebenso erhältst Du ganz einfach generelle Tipps, die Dir schon heute helfen Dich ein Stück weit mehr so zu präsentieren, wie Du möchtest.

 

ACHTUNG!

Ich nutze die Buchstaben A, O, X, H, Y NUR zur besseren Veranschaulichung!

Nur, wenn Du weißt wie Dein Körper wirklich proportioniert ist, kannst Du ihn und damit Dich optimal kleiden. Du kannst kaschieren oder betonen, ganz wie Du willst. Das Wissen ein A oder was-auch-immer zu sein allein bringt KEINEN Mehrwert. Es geht darum zu lernen, was Dich perfekt kleidet, damit Du gut aussiehst und Dich 100% wohl fühlst.

Auch ich habe auf dieser Basis die ersten beiden Kurse von StilSicher in 8 Wochen durchgeführt. Es gab sogar einmal ein Webinar zum Thema welches im am liebsten abgebrochen hätte. Seit Mai 2017 gibt es bei mir keine Figurtypen mehr. Ich habe sie abgeschafft!

Warum? Weil diese Buchstaben wie Schubladen wirken können. In Schubladen passt nur, wer Normen erfüllt. Das tun unsere Körper nicht. Sie sind einzigartig und dürfen es sein. So wie Du! 

Ich stehe dafür Sicherheit und Klarheit zu schaffen. Das tut diese Typisierung leider nicht. Das habe ich gelernt und reagiere darauf. In Deinem Sinn.

Ich verspreche Dir, wenn Du meine Tipps im Folgenden berücksichtigst, wirst Du die Schnitte finden, die Dich zum Strahlen bringen und Dir Deinen WOW-Moment bescheren.

 

So lernst Du Deinen Körper kennen:

Du brauchst nur ein Maßband und wahlweise eine Person Deines Vertrauens – es klappt auch allein.

Nun kannst Du Deinen Körper an drei Stellen messen:

  1. Schultern
  2. Taille, das ist die schmalste Stelle Deiner Körpermitte (Wenn das bei Dir anders ist: Leg das Maßband über dem  Bauchnabel an.)
  3. Hüfte, das ist die breiteste Stelle der Hüfte – sei ehrlich zu Dir!

Notiere Deine Messergebnisse von oben nach unten und fertige eine kleine Zeichnung an (100 cm = 10 cm auf Papier) bspw.:

Beispielsweise:
Schulterumfang 90 cm

Taillenumfang 70 cm

Hüftumfang 90 cm

 

 

Tipp zur Visualisierung ohne Maß zu nehmen:

Nimm ein Ganzkörperfoto von Dir in

anliegender Kleidung oder Unterwäsche (damit Dein Körper richtig zu sehen ist).

Markiere die Schultern von Seite zu Seite mit einer durchgehenden Linie.

Markiere die schmalste Stelle (Taille) wenn es keine gibt, dann zeichne eine Linie ca. in Höhe des Bauchnabels von Seite zu Seite (ohne Arme!!!).

Markiere Hüfte und zeichne eine Linie von Seite zu Seite (ohne Arme!!!).

Nun kannst Du leicht erkennen, ob Du gerade gebaut bist, konturiert (mit Taille), ob Schulter / Hüfte jeweils breiter sind (wenn ja wie stark) oder ob Deine Körpermitte stärker ausgeprägt ist. Damit weißt Du wo Du ggf. ein Gegengewicht setzen kannst.

 

Das heiß begehrte X – Die Sanduhr

Wie eingangs bereits erwähnt, ist die X-Silhouette die beliebteste. Viele Frauen wünschen sich, dieser ausgewogene Figurtyp zu sein. Und nicht immer hat Mutter Natur diesen Wunsch erfüllt.

Wenn das Becken oder die Schultern eben breiter gebaut sind, kann auch keine Diät und kein Fitnessprogramm das ändern. Darum nutzen wir (in unseren Breitengraden) Kleidung so, dass wir optisch weitestgehend das X herstellen. Fast alle Modetipps in den gängigen Zeitschriften zielen darauf ab. Weil es unserem Schönheitsideal entspricht. Zumindest habe ich noch keine Tipps gesehen, die ein breites Becken mit der entsprechenden Kleidung noch breiter machen wollen.

Und das ist gemeint, wenn ich davon spreche, optisch eine X-Silhouette zu erzeugen:

Das optische Erschaffen des X

Bei einer ausgeprägten Hüfte schaffst Du ein Gegengewicht im Schulterbereich, zum Beispiel mit einem Blazer, der Schulterpolster hat. Und nein, es müssen nicht die 80er-Jahre-Mega-Polster sein. Eine leichte Betonung und Linienführung reicht aus.

Wenn Du keine ausgeprägte Taille hast, erschaffst Du durch die Schnittführung Deiner Kleidung eine, (immer vorausgesetzt, Du willst). Ziehe bspw. taillierte Oberteile, Blazer, Kleider an.

Bei starken Schultern und schmaler Hüfte schaffst Du das Gegengewicht, bspw. durch Bundfaltenhosen, im Hüftbereich.

Du verzichtest auf Bundfaltenhosen (Stichwort: Chino´s), wenn Du ohnehin eine ausgeprägte Hüftpartie hast.

Beim Thema Figur-Erschaffen ist das der wichtigste Tipp überhaupt. Wenn Du das verinnerlicht hast und beim Kombinieren an Dein X denkst wird es Dir künftig leichtfallen, die passenden Teile zu kaufen und Deine Outfits richtig zusammenzustellen.

FRAU MAIERs beste Figur-Tipps

1. Du willst schlanker sein?

Dann gibt es folgende zwei Möglichkeiten:

  1. Weniger/anders essen
  2. Mehr bewegen

Darüber zu jammern, dass Du zu dick bist oder zu viel wiegst, ist keine Option. Gar keine. Jammern verändert nichts und wenn Du wirklich schlanker sein möchtest, dann darfst Du aktiv werden und etwas dafür tun.

Alternativ akzeptierst Du Dich und Deinen Körper so, wie er ist. 100 %. Das ist erlernbar. Und die passende Kleidung verhilft Dir ebenfalls zu Deinem “Ja” zu Dir.

 

2. Du willst schlanker aussehen?

Betone die Vertikale:

  • Wähle dunkle Farben – sie reflektieren das Licht kaum, sondern schlucken es und lassen Dich dadurch schlanker wirken, weil nichts zusätzlich aufträgt.
  • Vermeide glänzende Materialien, denn sie reflektieren das Licht und lassen Dich fülliger wirken.
  • Wähle Uni-Looks (eine einzige Farbe) oder Outfits aus derselben Farbfamilie (z. B. drei verschiedene Blautöne).
  • Verzichte auf zu starke Farbunterschiede bei Deinen einzelnen Kleidungsstücken und entscheide Dich für Farbkombinationen mit dem gleichen Helligkeitswert (bspw. dunkelblau und weinrot).
  • Trage längs fallende Schals oder Ketten.
  • Wähle Längsnähte an Jacken, Blusen etc.

 

3. Du willst kompakter (kleiner/fülliger) aussehen?

Dann machst Du im Prinzip das genaue Gegenteil von dem, was ich oben beschrieben habe – Du betonst die Horizontale und schaffst Unterteilungen innerhalb Deiner Silhouette:

  • Wähle helle Farben – sie reflektieren das Licht und lassen Dich dadurch nach mehr aussehen.
  • Trage glänzende Materialien, denn auch sie reflektieren das Licht und lassen Dich fülliger wirken.
  • Wähle mehrfarbige Looks.
  • Nutze starke Farbkontraste bei der Kombination Deiner Kleidungsstücke, um mehr Unterteilungen zu haben.
  • Trage Loop-Schals oder kurze, kompakte Ketten.

 

Das Thema Figur und Passform ist ein sehr weit gefächertes. Es gibt keine Standardregeln, es gibt nicht die eine Länge, den einen Schnitt der für alle und immer passt. Das essentiell wichtige ist: DEIN GEFÜHL für Dich, Deinen Körper, DEINE Passformen und Schnitte wieder zu beleben. Denn nur dann kannst Du selbstsicher entscheiden: “Das ist das Richtige für mich!”

Es gibt keine Bedienungsanleitung, die Dir sagt: So muss es sein! Es gibt nur DEINE “Bedienungsanleitung”, Deine persönlichen Must-haves, Deine persönlich und zu Dir passende Basis Garderobe. Gerne helfe ich Dir dabei das alles neu zu entdecken.

Denk dran: Es ist Dein Leben. Dein Stil.

Lass uns im Rahmen der Stil Mission kleine Schritte gehen, die Dich zum Ziel bringen.

 

Deine heutige Aufgabe

Überprüfe Deine Outfits, Deine Bilder wie Du Dich künftig noch besser inszenieren, kaschieren kannst.

Alles Liebe

Deine

frau-maier-unterschrift

Hast Du ein technisches Problem? Ich bin da für Dich!