5 Schritte zur perfekten Ordnung im Kleiderschrank

by | 29.02.2016 | Life&Style, Stilberatung

Wo fängt gutes Aussehen, (Selbst-)Sicherheit, Wohlgefühl an?

Genau: in, an und vor Deinem Kleiderschrank. Dein gut sortierter und geordneter Kleiderschrank ist die einzige Chance, alles zu tragen, was Du besitzt. Warum? Weil Du weißt, was Du alles besitzt, und es auch sehen kannst. Darüber hinaus spart Dein übersichtlicher, gut sortierter und durchdachter Kleiderschrank Zeit, Geld, Nerven und macht Spaß!

Ausmisten…

des einen Freud´ und anderen Leid.

Für die letzteren: Ausmisten, also reduzieren der vorhandenen Garderobe, bedeutet Platz zu schaffen, für all die Teile, die Du wirklich benötigst. Wenn der Schrank, die Kommode, die Ankleide vollgestopft ist, ist es schwer zu erkennen was womöglich das perfekte Outfit sein oder komplettieren könnte. Weil wir es nicht sehen und erst recht zum Teil nicht mehr wissen. Immer wieder finde ich Teile in Kleiderschränken wo sogar das Etikett noch dran hängt. Da es hinter den anderen 31 Shirts, Pullovern, Strickjacken, … zusammen-gewurschtelt heruntergerutscht ist. Dein übersichtlicher, gut sortierter und durchdachter Kleiderschrank spart Zeit, Geld, Nerven und macht Spaß!

Fehlkäufe

passierten…früher mal.

Jetzt geht es darum, damit umzugehen. In aller Regel machen Fehlkäufe keine guten Gefühle und sie nehmen Platz und damit Übersichtlichkeit.

Also: Wer kann das Teil brauchen? Bekannte/Freunde, Second Hand Laden, ebay, …?

Nie oder selten Getragenes wegzuwerfen ist so eine Sache. Selbst Hardcore-Ausmister könnten damit eventuell Probleme bekommen. All das ändert nichts daran, dass das Teil ein Fehlkauf ist und Du es nicht brauchst. Weggeben, wegwerfen mag auf den ersten Blick eine Herausforderung gewesen sein, allerdings erleichtert es unser Gewissen immens! Liegen die Sachen weiterhin ungetragen im Schrank herum, erinnern sie uns täglich an unseren Fehler. Und was weg ist ist weg und garantiert freut sich jemand anders sehr daran.

Der geliebte Kleiderschrank & die Ordnung desselben

Egal wie groß oder klein unser Kleiderschrank: eine Studie besagt, dass wir nur rund 20% unserer Kleidung tragen. Die anderen 80% fristen ihr Dasein in den Untiefen der Regalböden, eingequetscht zwischen anderen (un)geliebten Teilen. Eine Aussage, die ich aus meiner Erfahrung bestätigen kann.

Der Grund: Ganz oft vergessen wir was wir alles besitzen. Auch wenn die Garderobe „eigentlich überschaubar“ ist. „Ach ja, das habe ich ja auch noch…“ höre ich immer wieder. Ich habe schon fast alles gesehen: den 1 Meter breiten und 1,50 hohen Kleiderschrank; das 40 qm Ankleidezimmer; den „Kleiderschrank“, der sich vom Keller bis in den Dachboden ausdehnt, … alles ist möglich.

Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass meine Aufträge, die eine Kleiderschrank-Analyse beinhalten, gleichermaßen augen-öffnend, befreiend und erleichternd sind. Erst neulich habe ich wieder gehört, nachdem fast der gesamte Inhalt des Schranks auf dem Bett verteilt lag (der aussortierte Teil lag bereits in einem Wäschekorb): „So etwas sollte man viel öfter tun, dann weiss man wieder was man alles hat!“

Dein Weg zum Ziel: 5 Schritte zum tollen & übersichtlichen Kleiderschrank

  1. Räume alles aus und lege es auf den Boden auf´s Bett. Ja, ALLES….
  2. Wische die Regalböden und Schubladen aus, die Kleiderstange und Deine Kleiderbügel ab.
  3. Sortiere aus was nicht in den Kleiderschrank gehört und finde einen neuen Aufbewahrungsort. Dazu gehören z.B.: Fotokisten, Briefe, Geschenkpapier und -bänder, Bücher, Zeitschriften, …
  4. Sichte und sortiere Deine Kleidung in folgende Haufen/Häufchen/Stapel:
    • Mag ich – trag ich: Alles was Du magst, trägst und intakt ist.
    • Mag ich irgendwie … und trag´s nicht (länger als 1-2 Jahre): Ab in den Second Hand Laden (stationär oder online) und auch noch ein bisschen Geld damit verdienen. Auch ebay Kleinanzeigen funktioniert gut für Markenware. Oder Du verschenkst die Sachen an: Bekannte/Freunde, Geschäfte der Diakonie und ähnlichen sozialen Einrichtungen, die es für kleines Geld weiterverkaufen. Ich bringe Kleidung auch gerne direkt in Asylantenheime. Das Feedback ist toll: Freude und Dankbarkeit auf einmal.
    • Kaputt und reparierbar: Ab zum Schneider zum Flicken.
    • Passt nicht: Ehrlich: Wird es wieder passen? Ist es zu groß: kann es beim Schneider passend gemacht werden? Ist es zu klein: wie lange schon? Vielleicht schon immer oder seit 3-4 Jahren? Weg damit: Bekannte/Freunde, Second Hand Laden, ebay, …
    • Kaputt und alt: Löchrige Socken, ausgeleierte Shirts und Unterwäsche, … Weg damit! Und zwar ganz. H&M beispielsweise recycled alte Textilien und Du erhältst einen 15%-Gutschein beim nächsten Kauf auf ein Teil Deiner Wahl.
  5. Ordnen
    1. In Schubladen:Schaffen Sie einen separaten Bereich für Schmuck, Manschettenknöpfe und (Hand-)Taschen.
      • Unterwäsche – rollen, legen. BH´s separat mit genug Freiraum um die Körbchen- Socken, Strümpfe – gerollt, ineinandergestülpt – wie auch immer und immer paarweise
      • Strumpfhosen, Strümpfe – gerollt, ineinandergestülpt, Feines gerne in durchsichtigen Plastikbeuteln, damit sie intakt bleiben und keine Fäden ziehen, aus denen Laufmaschen werden.
      • Schals, Tücher – zusammengelegt, gerollt – auf jeden Fall von oben drauf-sehbar
      • Krawatten – rollen (kleiner Tipp: ab und an mit dem Bügeleisen leicht bedampfen, das macht sie glatt)
      • Gürtel – auf jeden Fall aufgerollt, z.B. in schöne Schuhkartons
    2. An die Stange: Hosen, Röcke, Kleider, Anzüge, Kostüme, Hemden, Blusen farblich oder nach Art sortiert.
    3. Auf die Regalböden: T-Shirts, Tops, Pullover, Strickjacken, Sweater

Lesetipp I:

Wer Hilfe beim Ausmisten generell benötigt: Karen Kingston, Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

Mein Fazit: Unterhaltsam, kurzweilig, interessant, hilfreich.

Lesetipp II:

Nur Dinge zu behalten, die Du wirklich liebst. Eine kleine Kunst. Marie erklärt wie es gelingen kann. Marie Kondo, Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert

Mein Fazit: Hier geht es definitiv nicht nur ums ausmisten, hier geht es um eine (neue) Lebenseinstellung, die schon ein gewisses Maß an Offenheit und unbedingten Willen zur Veränderung voraussetzt.

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